(362) trieben, Ueberfluß, aber kein Mangel an Geſinde entſtehen wird.
Eine wichtige Beſorgniß iſt aber dieſe:
1) Wird nicht jeder, der kein Grundſtuͤck beſitzt,
nicht lieber Tageloͤhner ſeyn wollen? und
2)) Wird nicht der Bauer, ungeachtet der abge⸗
ſchaften Hofedienſte, eben ſo viel Geſinde halten wollen, und wird nicht das Geſinde lieber beim Bauer wie beim Herrn dienen?
Das Schickſal eines Tageloͤhners unterſchei⸗ det ſich von dem des Geſindes: der Tageloͤhner iſt viel freier, als der auf ein Jahr gemiethete Ar⸗ beiter, bei groͤßerer Anſtrengung kann ſich erſterer mehr verdienen; erſterer kann auch jedesmal die Arbeit waͤhlen, die ihm am leichteſten und gelaͤu⸗ figſten iſt, und die am beſten bezahlt wird. Der Tageloͤhner kann auch, wenn er Sparſamkeit liebt, mehr erſparen, als der jaͤhrlich gemiethete Arbeiter; dieſes ſind in der That große Vorzuͤge, weshalb
abzuſehen iſt, daß dieſen Stand viele wählen wer⸗ den, obgleich von der andern Seite der Zuſtand des Geſindes große Vorzuͤge vor dem Tageloͤhner hat, als: die Exiſtenz des Geſindes iſt auf ein ganzes Jahr geſichert, wogegen die des Tageloͤhners ſehr precair iſt, von dem Zuſammenfluß der Umſgaͤnde ſehr


