Jahrgang 
10+11 (1808)
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(355)

In der Mark Brandenburg ſi ſind auf den mei⸗ ſten Domainen die Natura ldienſte reluiret, und mit den uͤbrigen wird dieſelbe Operation vorgenommen werden, ſobald die jetzige Pacht zu Ende laͤuft, und dennoch bewirthſchaften die daſigen Domainenpaͤch⸗ ter noch groͤßere Vorwerke, als ſolche bei uns an⸗ zutreffen ſind.

In Hannover ſind auf allen D Domainenguͤtern die Naturaldienſte abgeſchafft, und obgleich in dieſem Lande, ſo wie in der Mark Brandenburg, viele Fa⸗ briken in Staͤdten exiſtiren, die dem Ackerbau viele Arbeiter entziehn, ſo klagt man doch nirgends uͤber Mangel an Handarbeitern. Ausgemacht iſt es in⸗ deſſen, daß in wenig bevoͤlkerten Gegenden das Arbeitslohn theurer ſeyn muß, als in volkreichen; darum muß man dort mit I Menſchenkraͤften ſpar⸗ ſam umgehen. Man muß in dieſem Fall eine Be⸗ ſieltungsart waͤhlen, die weniger Arbeit erfordert, man muß Maſchinen anwenden, z. B. Haͤckſelma⸗ ſchinen, Dreſchmaſchinen ꝛc. Rathſam kann es dort ſeyn, die Vorwerke abzubauen, und in die⸗ ſem Fall muß ſich der Gutsbeſitzer mit den Hofe⸗ dienſten ſo lange behelfen, bis er ſich Handarbei⸗ ter hinlaͤnglich verſichert haben wird. Wenn man auf gute Arbeiter rechnen will, ſo muß man: