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ler fallen wenige Diebereien vor, weniger Feld⸗ diebſtaͤhle als in anderen Zeiten. Und ſo ſcheint das gemeinſame Ungluͤck allerdings die Menſchen gebeſſert und einander wieder naͤher gebracht zu haben Dies kann ſehr benutzt werden, wenn nach den truͤben Tagen einmal die Sonne uͤber Bran⸗ denburgs Fluren wieder ausbricht, und die wohl⸗ thaͤtigen Abſichten der Regierung zur Verbeſſerung der fehlerhaften laͤndlichen Einrichtungen unge⸗ mein befoͤrdern.
Nach den bisher erhaltenen auswärtigen Nach⸗ richten hat man in den jetzigen weſtphaͤliſchen Pro⸗ vinzen und einem Theile von Sachſen eine reiche Ernte zu erwarten, denn es hat daſelbſt an Regen nicht gefehlet. Auch ſind die Vorraͤthe von vori⸗ ger Ernte nicht ſo erſchoͤpft. Oſt⸗ und nordwaͤrts ſieht es im Ganzen nicht viel beſſer aus, wie bei uns. Dennoch hat man auch da mehreren Regen gehabt, und die S oͤmmerung hat folglich weniger gelitten. Doch erwarte ich daruͤber erſt deſtimm⸗ tere Nachrichten.
Thaer.


