Jahrgang 
7-12 (1806)
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den Wunſch nicht unterdruͤcken, daß das Geſagte Vepanlaſſung werden moge, vorurtheilsfreie prak⸗

tiſche Landwirthe zu Verſuchen aufzufordern, die hoffeutlich ſo vortheilhaft⸗ ausfallen daß wenn auch fuͤr große Oeconomieen das Stichen des Ge⸗

treides ſich nicht empfiehlt, es doch von denen an⸗ genommen zu werden verdient, welche vielleicht nur einen oder einige Morgen Landes beſitzen, und⸗ dieſer Theil der Landbauer wird wahrſcheinlich, ohne durch Prämien dazu gereizt zu werden, ſich⸗ fuͤr dies Verfahren intereſſiren, wenn ihm Vorbil⸗ der gegehen werden weil das Inſtrument, deſſen er ſich hedienen ſoll einfach und wohlfeil iſt, und ihm, beſonders wenn er Kinder hat, es nicht an

Zeit und Haͤnden fehlt, die noͤthige Reinhaltung. des gedibhelten Ackers zu beſorgen. Da unter dem Monde nichts ganz vollkommen iſt, ſo hat die vor⸗ geſchlagene Art der Beſamung gewitz auch ihre Nachtheile; vielleicht iſt ein Verluſt an Stroh da⸗ bei, wiewohl mir dies nicht ganz einleuchtet, da das Samenkorn in ſolcher Weite geſteckt werden muß,

wie es der Fruchtbarkeit des Bodens angemeſſen

iſt, wo ſich dann erwarten laͤßt, daß es in den Stock

geht, ſo daß das Getreide um deswillen nicht duͤn⸗, ner ſteht, als das gewoͤhnlicherweiſe geſaͤete. Oder

verwiſdert der Acker zu ſehr? Doch auch dies it.

Thaers Annal. II. Jahrg. II. Bd. 6. St. Bbb