Jahrgang 
7-12 (1806)
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Da nun in der Regel in der Churmark die Landwirthe, welche groͤßere Grundſtuͤcke beſitzen, nach Verhaͤltniß derſelben nicht reich genug ſind, und vorzuͤglich nicht der Adel, der nach Brat⸗ ring,(Theil 1. S. 13.) 9476 ½ Hufen Acker incl. der Aemter inne hat, ſo ließe ſich in Anſehung dieſer Provinz vielleicht ſagen:

daß die kleineren Guͤter in der Regel beſſer als die groͤßern bewirthſchaftet werden ,oder bewirthſchaftet werden koͤnnten, weil jenen ein angemeſſeneres Betriebs⸗Kapital gewid⸗ met werden kann.

Ein Gleiches kann man bei den koͤniglichen Domainen annehmen. Denn da ſich mehr Maͤn⸗ ner mittleren Vermoͤgens als Reiche unter den Bewerbern ſinden, ſo duͤrfte in der Regel die Verpachtung einzelner Vorwerke mehr die Pro⸗ duktion befoͤrdern, als die von ſechs, acht und mehreren zuſammen.

Selbſt auch, wenn der Adel verpachtet, ſo duͤrften kleine Paͤchter ein elner Guͤter mehr her⸗ vorbringen koͤnnen, weil leichter im kleineren ver⸗ haͤltnißmaͤßige Betriebs⸗Kapitale zu ſinden ſind.

Ferner laͤßt ſich im augemeinen ſagen, daß es mehrere Leute von geringen und maͤßigen Ta⸗ lenten als kluge Koͤpfe giebt, die ſich mit Land⸗

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