Jahrgang 
1-6 (1806)
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nicht bekannt geworden ſind, in Menge auszie⸗ hen. Aber ich kann es nicht! Mogen ſich immerhin Jerthuͤmer in meine eigenen und die von mir herausgegebenen Schriſten einge⸗ ſchlichen haben ich bin mir bewußt, daß ich den Vorſatz hatte, nur Wahrheit zu ſagen und zu verbreiten. Lieber gaͤbe ich meine Schriftſtellerei auf, als dieſes Bewußtſeyn. Nähme ich dergleichen Kunſtſtuͤckchen und Rezeptchen auf, ohne etwas daruͤber zu ſagen: ſo machte ich mich der abſichtlichen Befoͤrde⸗ rung des Irrthums ſchuldig. Sagte ich etwas daruͤber, ſo naͤhme die Sache mehr Platz weg, als ſie werth wäͤre, und verdraͤngte wichtigere. Aber wenn doch das Mittel durch Verſu⸗ zche und Erfahrung bewäͤhrt gefunden waͤre? O ja, wenn dieſe Verſuche, gehoͤrig ange ſtellt, wirklich das erweiſen, was ſie erweiſen ſollen, und die Erzaͤhlung das Gepraͤge der Wahrheit hat: ſo nehme ich die Verſuche mit vie⸗ lem Vergnuͤgen auf, und werde alles, was ich kann, beitragen, dem Erfinder und Einſender die Dankbarkeit meines Publikums zuzuſichern. Allein wer ſich ſo lange mit Erfahrungs⸗ wiſſenſchaften beſchaͤftigt hat, wie ich, wer insbeſondere die Geſchichte der Medicin ſeit