Jahrgang 
8 (1807)
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(128)

Das Paradoxe, welches hiebei im Allgemeinen hervorſticht, iſt nicht zu verkennen, wenn gleich unter manchen Umſtaͤnden zu bemaͤnteln und zu verkleiſtern, weil die Erreichung der einen Abſicht zugleich Verzichtleiſtung auf mehrere andere er⸗ heiſcht, wie an jedem Beiſpiele der Zuſammenſtel⸗ lung jener angeruͤhmten Zwecke ſichtbar wird.

Erſter Abſchnitt.

Man will, nach Nr. 1, Unkräͤuter aus gewiſſen Ackerflaͤchen vertilgen. Es fragt ſich vor allen Dingen hiebei: welcherlei Unkraͤuter ſind die laͤſtigen Verderber des Ackerertrages, die Stoͤrer des Gedeihens der ausgeſaͤeten Fruͤchte, die man irgendwo durch Brachhalten ſicherer beſiegen will, als durch Anbau von beharkten Gewaͤchſen? Sind es perennirende, durch ihre Wurzeln fortdauernde, oder einjaͤhrige, die immer erſt aus verſtreuetem, reif gewordenen Saamen ihre Auferſtehung bekommen? Sind jene, perenni⸗ rende Unkrauter in der Oberflaͤche nur herum⸗ kriechende(wie z. B. die Quecke, triticum re- Pens L.; oder Hahnenfuß, auch an manchen Orten Kronenfuß genannt, ranunculus arven- sis), oder in die Tiefe gehende(wie z. E. der Huf⸗ lattig, tussilago Farfara L.; oder Hauhechel,