Jahrgang 
1 (1826)
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Die Anwendung dieſes Düngers iſt für die Sommerſaat aller Koͤrnerarten ſehr vortheilhaft, wenn man nur zu deſſen Ausſtreuung eine feuchte regnigte Witterung waͤhlt; kurz vor einem Gewit⸗ terregen ausgeſtreut, hat es ſeine Wirkung ſehr ſchnell gezeigt.

Die Ausſtreuung dieſer Duͤnger kann vor oder nach dem letzten Eggen geſchehen. Man kann auch das Getreide, bevor es geſaͤet wird, eine Stunde lang in einer mit Waſſer und Poudrette oder Urate gemachten ſtarken Bruͤhe weichen laſſen, denn, auf dieſe Art bereitet und geſaͤet, geht es eher auf, als beim gewoͤhnlichen Einkalken, und wird weniger von Inſekten und von Feldmaͤuſen beſchaͤdigt. Dieſe Bereitungsart iſt beſonders fuͤr die Spaͤtſaat anwendbar. Auch ſind dieſe beiden Duͤngerarten mit gluͤcklichem Erfolge in Kuͤchengaͤrten anzuwen⸗ den. Die Gemüͤſe werden ſchoͤner, ſchmackhafter und von groͤßerm Wuchſe.

Die Art, dieſen Duͤnger hier anzuwenden, iſt: 4 Pfund davon in 14 Quart Waſſer zu zertheilen und mit dieſer Fluͤſſigkeit nur ein Mal zu begießen. Die nachherigen Bewaͤſſerungen geſchehen mit ge⸗ woͤhnlichem Waſſer.

Die Gaͤrten koͤnnen damit auf die bequemſte und reinlichſte Weiſe geduͤngt und dabei ein großer