Jahrgang 
1 (1826)
Einzelbild herunterladen

393

Auf hohem und nicht waͤſſerigen Boden ſind dieſe Duͤnger im Herbſte zur Winſerſaat am paßlich⸗ ſten, indem die Feuchtigkeit der Erde und die ge⸗ woͤhnlichen Regen in dieſer Jahreszeit ihre Auf⸗ loͤſung befoͤrdern, wodurch das Getreide mehr Kraft erhaͤlt und der ſtrengen Kaͤlte den Winter uͤber widerſteht. Sollte die Ausſaat aber kurz vor den ſtarken Froͤſten ſtatt finden; ſo iſt es beſſer, den Acker erſt zum Fruͤhjahre mit der Poudrette oder Urate zu duͤngen, weil die Erfahrung gelehrt hat, daß das Getreide, welches auf dieſe Art behandelt wurde, um ein Betraͤchtliches ergiebiger geweſen iſt, als das, welches mit gewoͤhnlichem Duͤnger bear⸗ beitet worden war.

Wenn die Aecker den Winter uͤber das Waſſer halten, ſo iſt es zweckmaͤßiger, die Duͤnger erſt nach deſſen Ablauf aufzuſtreuen; denn ohne dieſe Vor ſichtsmaaßregel wuͤrden die darin enthaltenen Alka⸗ lien und Salze ſich in einer zu großen Maſſe Waſſer aufloͤſen und ihre Fruchtbarkeit von weniger Erfolge ſeyn, es ſey denn, daß man die Ausſaart fruͤhzeiti⸗ tiger machte.

Es iſt leicht einzuſehen, daß im Verhaͤltniß der Feuchtigkeit der Witterung man mehr Duͤnger auf den Flaͤcheninhalt im Herbſte ausſtreuen muß, als im Fruͤhjahre.