Jahrgang 
1 (1826)
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den Gegenſtand ſeines im Auge habenden Zwecks ausgeruͤſtet, ſondern auch frei von anderweitigen Ruͤckſichten ſeyn, die einem ſolchen Berichtserſtatter oftmals hindernde Feſſeln anlegen, um ſeine Anſichten nach ſeiner wahren Ueberzeugung ausſprechen zu koͤnnen. Ob? und in wiefern? Herr von Lengerke dieſen Anforderungen Genuͤge geleiſtet hat? daruͤber gebuͤhrt mir kein Urtheil.

Daß uͤbrigens dieſer Reiſebericht nicht als eine vollſtaͤndige oͤkonomiſche Topographie Mecklenburgs gelten kann, dagegen hat der treffliche Herr Verfaſſer ſich ſelbſt feierlich ver⸗ wahrt. Es war ſein Vorſatz, mehrere Ge⸗ genden beider Großherzogthuͤmer zu beſuchen, aber ſeine Verhaͤltniſſe noͤthigten ihn, ſeinen Plan aufzugeben, und dies um ſo mehr, da er nicht die Abſicht hatte, als Schriftſteller aufzutreten, ſondern dieſe muͤhevolle Wande⸗ rung, die er, um ſich, ſelbſt auf Neben⸗ wegen, deſto beſſer unterrichten zu koͤnnen, groͤßtentheils zu Fuße machte, nur zu ſeiner eigenen Belehrung anzuſtellen willens war. Habe ich an meinem Theil etwas dazu beigetragen, daß nachmals dieſer Entſchluß geaͤndert ward, ſo glaube ich, mir dies in mannigfaltiger Ruͤckſicht als ein Verdienſt an⸗ rechnen zu koͤnnen.

Vor allen Dingen boffe ich, werden dieſe Berichte eine Veranlaſſung zu lebrreichen und