— 55⁵³
ſte und Hafer hatten eine gute Saatzeit, liefen und beſchatteten das Land gut. Huͤl⸗ ſen fruͤchte wurden in ein nicht bearbeitetes Land geſaͤet, hatten ſchlechte Witterung in der Saatzeit und ſtehen daher ſchlecht 13— Wieſen und Jutterkraͤuter kamen gut aus dem Winter, haben aber nachher keine ge⸗ deihliche Witterung gehabt. Die Ergiebigkeit der Wieſen iſt daher gering, und der Klee iſt ſehr kurz geblieben[1J. Ungeachtet der zureichenden Futterung haben die Schaͤfereien dennoch ſehr gelitten: die Schafe koͤnnen das lange Stehen auf dem Stalle nicht ertragen. Der Preis des Rindviehes iſt ehr niedrig als hoch! 11. Die ver⸗ edelte Wolle iſt ſehr geſucht und ſchon in Fe⸗ bruar theuer bezahlt worden. Die ordinaire wird noch immer nicht geſucht. Vorraͤthe ſind gar nicht, und es wird Muͤhe koſten, ohn? eine ſtarke Erhoͤhung des Preiſes bis zur Ernte zu kommen. Jetzt koſtet der Himte Rocken 1 Thlr. 8 ggr. in Conv. Gelde.
Aus dem Amte Muͤnden. Bis zum eeigentlichen Miswachs iſt die Rocken⸗ Saat nur auf aͤuſſerſt wenigen Aeckern ruinirt worden. Erbſen ſind zum Theil nicht ge— laufen, zum Theil von Schnecken zerſtoͤrt. Bohnen bieher gut.
Aus der obern Weſer⸗Gegend wird auch uͤber die Schotenfruͤchte geklagt. Die Korn⸗ preiſe ſtehen hier niedrig.


