Jahrgang 
2 (1804)
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Landwirtſchaft geblieben waͤre. Aber die Cultur der Ländereien iſt noch mancher Verbeſſerung faͤ⸗ hig, die ſich verhaͤltnißmaͤßig eben ſo gut verin⸗ tereſſiren wuͤrde, als die bereits ſeit vorigen Zei⸗ ten unter uns eingefuͤhrten Verbeſſerungen der Oekonomie gethan haben. Wir durfen nicht auf dem IFleck ſtehen bleiben, wohin uns unſre Vaͤter durch ihre Betriebſamkeit ſtelleten, denn auch dieſe waren uͤber die Stelle hinausgeſchrit⸗ ten, welche ſie von den Großvaͤtern geerbet hat⸗ ten. Sonſt ſtaͤnde hier noch kein Klee, und dort keine groͤßere Scheune, als vor hundert Jahren da ſtand. Uebertrieben und ſchimpflich iſt die Vorliebe fuͤr das Alte, wenn ſie den Kunſtfleiß und die Thaͤtigkeit der Menſchen hem⸗ met. Es bleibe unter uns nichts Neues in dem Landbau und der Viehzucht unverſucht, wovon wir leſen oder hoͤren, daß es anderwaͤrts mit Vortheil probirt ſey und getrieben werde. Der Eine nehme dies, der Andre jenes Probeſtuͤck vor, ſo wird manches bekannt und gemeinnuͤtzig werden, was jetzt fuͤr uns vergrabener Schatz

iſt.

Aber mancher, ſo wendet man ein, hat, ſich zum groͤßten Schaden, vielerley Proben ge⸗