sten, und wohnten den Feldzügen in Italien, am Rhein und in Ungarn bey.
Diese kurze Aufzählung von Thatsachen, scheint so| Ginreichend als nothwendig zu seyn, um den Leser die-
großen Verdienste in Rückerinnerung zu bringen, die sich der Herzog dadurch um Kayser und Reich erwarb, und um die Ansprüche zu rechifertigen, die ersterer auf die
Erkenntlichkeit des leßtern zu machen, befugt war. Keh-
ren wir also nach dieser nöthigen Abschweifung zur Haupts sache zurü>.
Auf dem Churfärstentage zu Avgsburg im Sept. 1689. war der Kayser, imgleichen die Churfürsten Ans helm Sranz von Maynz, Johann Hugo von Trier, Joseph Cleniens von Cöln und Philip wilhelm vo“: Pfalz. in Person zugegen; nur Sachsen und Brandenburg batten, ersteres den Freyherrn TViicos laus von Gersdorf und lekteres den Freyherrn Sys vester Jacob von Dankelmann, als Getandten abs gesch:>. Die Negotiationen wegen der neuen Chur, waren von dem Grafen von Platen theils während seis nes Aufenthalts in Wien, theils in Avasburg selbst, mit svichem Eifer und mit so glüklichem Erfolge betrie/ ben worden, daß der Kayser selbst, nebst dem Wahlges schäfte Josephs des Ersten zum römischen Könige, den Churfürsten den Vorschlag eröfnete, für den Herzog Ernst August von B. L. und dessen Nachkommenschaft, zur Belohnung seiner um das teutsche Reich habenden großen Verdienste, oine neunte Chur zu erriten. Die Churfürsten von Sachsen, Brandenburg und Ü7aynz unterstüßten den Antrag des Kaysers nach dein Wahltagss Pro!


