Jahrgang 
4 (1802)
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durch wahre Monopolisten geworden sind, und Interesse bey der Steigerung der Preise finden können, was bey mehrerer Concurrenz nicht der Fall war.

Wo man den Landwirth durch die strengsten Maaß⸗ regeln hat zwingen wollen, sein Getreide auf die städti⸗ schen Markte zu bringen, da fehlt es am meisten. Ein kornreiches Land und Städte, wo immer überhäufte Zufuhr war, sind vieleicht mehr wie irgend ein anderes Land in Gefahr gekommen, wirklich Mangel zu leiden, wenn das Sperrungs-System nicht aufgehoben und Freiheit des Kornhandels wieder eingefuhrt wird. Jeder Landwirth hütet sich wohl, Korn in irgend beträchtlicher Quantitat auf einen Markt zu bringen, wo er bey, jeder Ueberfüllung an einem Markttage gezwungen ware, das Korn wohlfeiler zu verkaufen, als es ihm aus seiner Scheure abgeholt wird. Die Gränzen sind mit keiner Mauer umzogen, und er verkauft Getreide wohlfeiler ins Braunschweigsche und Hannöversche, als es auf dem Hildesheimer Markte gilt. Die Ausfuhr ware, nach glaubhaften Versicherungen, geringer, wenn sie durch die Hände der Hildesheimer und Peiner Kornhändler ginge.

Unter diesen umstanden kann das Korn bis zum Früh⸗ jahre leicht noch hoher im Preise steigen. Allein es ist immer nur eine künstliche Theurung, die in der Magße nicht erfolgt wäre, wenn man der Sache ihren freien Lauf gelassen hatte.

Unerklarbar ist beinahe der hohe Preis des Hafers, indem man in diesen Tagen für den Himten 20 Ggr. Hannöv. Cass.⸗Geld in Zelle fordert, da doch seit 10 Jah- ren keine reichere Hafer-Erndte im Allgemeinen gewesen ist. Aber alle kleine Lieferanten bleiben aus, und so müssen diejenigen, die Pferde halten, jeden Preis por erst bezahlen.

Im Frühjahre wird es sich wahrscheinlich zeigen, daß wir Getreide genug, freilich nicht in jedem Districte, aber uberhaupt, haben, und daß die Defecte übertrieben an⸗ gegeben worden. Ueberdies sind durch die Vorsorge des K. Churfürstl. Ministeriums die Magazine in den Han⸗ noverschen Landen mit Ostseeischem Korne gefullt. Im Fruhjahr haben wir wahrscheinlich neue Zufuhr aus der Ostsee zu erwarten. Die Theurung bewirkt eine starke Ersparung, und eine Getreideart kommt der andern na⸗ türlich zu Hülfe..

Im vorigen Herbste waren die Aussichten weit trü

Ann. Nied. Landw. ar J. 48 St. Ff

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