Jahrgang 
4 (1802)
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allgemeinen Resultate, welche sich aus jenen ziehen lassen, summatisch mitzutheilen.

Der sich nun beim Dröschen bestimmter ergebende Körner⸗Ertrag der vorigen Erndte ist in wenigen Jahren so ungleich wie in diesem gewesen. In dem selben Distriete, auf demselben Boden, bey demsel ben Wirthschafts-Systeme ist der Ausfall höchst ver⸗ schieden: man hat nur das vierte, aber auch das neunte bis eilfte Korn, in derselben Gegend geernd tet. Die vorigjährige Bestellungszeit, der Mäuse⸗ fraß, und die Wirkung des Frostes sind zureschend, diese Verschiedenheit zu erklaren.

Bey einer allgemeinen Uebersicht der eingegange nen Nachrichten ergiebt es sich indessen, daß nirgends auf einem beträchtlichen Revier vollkommener Miß⸗ wachs gewesen, an vielen Orten aber, ungeachtet des fast allgemein geringern Einschnitts, doch ein wirk⸗ lich reicher Ausdrusch an Körnern erfolgt sey.

Der Rocken ist ohne Zweifel im Durchschnitt nicht vorzüglich gerathen, aber auch nicht ganz fehlgeschla⸗ gen. Der Weizen ist besser. Gerste und Hafer aber find vortrefflich, und seit vielen Jahren nicht in der Maaße geerndtet. Erbsen, Linsen und alle Hülsen früchte sind sehr gut, bis auf die reinen Bohnen, wel⸗ che nur in den Marschen nicht fehlgeschlagen sind. Buchweizen ist mittelmäßig.

Nach einer allgemeinen Uebersicht der Nachrichten, welche wir von den scharfsinnigsten Beobachtern des Feldbaues erhalten haben, getraue ich mir mit Zu⸗ verlässigkeit zu behaupten, daß der Körner⸗Ertrag im Allgemeinen in diesem Jahre nicht geringer ist, als er in manchen Jahren war, wo Niedersachsen eine beträchtliche Ausfuhr hatte, und wo Niemand vor Hungersnoth besorgt war. Ausfuhr aber hat Nie⸗ dersachsen in diesem Jahre durchaus nicht, vielmehr Zufuhr gehabt und noch zu erwarten.

Aber woher denn der Mangel auf allen Märkten? Woher die täglich steigenden Preise aller Getrelde⸗