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21. Läßt ein späterer Rübenanbau in kälterem Klima eine mangelhafte Ausbildung des Zuckergehaltes— und dagegen ein zeitlicher Anbau in wärmerem Klima bei andauerndem Stande der Rübe im Boden eine Ueberbildung des Zucker— gehaltes in dieser Frucht besorgen? und wie wäre diesen Mängeln abzuhelfen?
22. Können Runkelrüben mehrere Jahre nach einander auf demselben Felde, unter welchen Bedingungen und mit welchem Erfolge gebaut werden? welcher Verbrauch an Bodenkraft dürfte hierbei anzunehmen sein?
23. Gibt es Werkzeuge für den Anbau und die Kultur der Runkelrüben, welche die Handarbeiten ganz oder theilweise vollkommen zu ersetzen, und eine Ersparung an Arbeitskosten zu bewirken vermögen? wo sind dergleichen Werkzeuge bei größeren Rübenkulturen in wirklichem und andauerndem Gebrauch?
24. Welches Klärungsmittel könnte bei der Rübenzuckerfabrikation anstatt der Thierkohle mit gutem Erfolge und geringerem Kostenaufwande in Anwendung kommen?
25. Wurde der Zuckergehalt der Kürbisarten bisher überhaupt, insbeson— dere aber jener des sogenannten Seiden-Kürbises gehörig ausgemittelt? und hat es die Erfahrung bei der Kürbis-Zuckerfabrikation in Zambor, Batscher Komitats in Ungarn, thatsächlich bestätigt: daß der Kürbis-Fruchtertrag für ein nied. öster. Joch im Minimum auf 8- bis 900 Wiener Centner, der Zuckergewinn aber mit 2 ½ Procent richtig angenommen werden kann?
26. An welche Lokal- und Kunstbedingungen ist die Erzeugung des Lager⸗ bieres, des bleichen Bieres aus Luftmalz und des Braunbieres aus Darr⸗ oder Rauchmalz gebunden?
27. Welches sind die verschiedenen Arten des Einmaischens? welche der— selben empfehlen sich durch Maischraum-Ersparniß, stärkere, schleunigere und gleichmäßigere Entwicklung an Weingeist, und welches Verfahren ist hierbei das zuträglichste?
28. Welche Destillirapparate sind erfahrungsgemäß die vorzüglichsten in Be— ziehung auf höheren Gewinn an Weingeist, Beschleunigung des Destillirprozesses, Ver⸗ wendung an Brennmaterial, Arbeitserforderniß, Beischaffungs- und Erhaltungskosten?
29. Welche Vorrichtungen sind die vortheilhaftesten zur Zerreibung, Er⸗ wärmung und Pressung der Oelgesäme?
30. Welche Läuterungsarten des Oeles werden dermal mit bestem Erfolge und geringstem Kostenaufwande angewendet?
31. Welche Leitungsgrundsätze lassen sich zum Behuf einer à) Ziegel-, b) Kalk-Brennerei aufstellen, und zwar für die erste Anlage, Einrichtung und Betrieb derselben? welche diesfalls vorgeschlagenen Verbesserungen haben sich durch längere Erfahrung als ausführbar und nützlich bewährt?
32. Welche Einrichtung muß ein Ziegelofen erhalten, um Dachziegel ohne, oder wenigstens mit geringer Zugabe von Mauerziegeln zu brennen? und welche Regeln gelten dabei für die Leitung des Feuers?


