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9. Welches sind die dermaligen Ansichten über die Teichwirthschaft in Deutschland?
10. Welches sind die Bedingungen zu einer Gewinn bringenden Haus-, Wald⸗ und Weide-Bienenzucht?— Ist die Bienenzucht Deutschlands in Zu— oder in Abnahme begriffen, und warum?
11. Bis zu welchen geographischen Breiten und absoluten Höhen gedeihen — mit Rücksicht auf Klima, Lage und Bodenbeschaffenheit— die mancherlei Arten des Maulbeerbaumes? wie verhalten sich dieselben in Wachsthum, Ertrag und Nahrungsfähigkeit der Blätter? welche Arten des Maulbeerbaumes sind, und in welcher Hinsicht die vorzüglichsten?
12. Welche Vermehrungs-, Züchtungs- und Veredlungsmethoden des Maul— beerbaumes sind die empfehlungswerthesten?
13. Ist behufs der Fütterung der Seidenraupen das Entblatten oder das Schnatteln(Abschneiden der Zweige sammt Blättern) des Maulbeerbaumes und bei welchen Arten desselben vorzuziehen? in wie weit darf, ohne den Baum in Bezug auf Wachsthum und Reproduktion störend zu benachtheiligen, das Entblatten oder Beschneiden vorgenommen werden? und in wie fern ist von den abgeschnittenen und entlaubten Zweigen noch ein nützlicher Gebrauch zu machen?
14. Wie viel Maulbeerbaumlaub ist dem Gewichte nach für eine gewisse Anzahl von Seidenraupen bis zu ihrem Einspinnen erforderlich?
15. Welche Ersatzmittel der Maulbeerbaumblätter hat die Erfahrung als empfeh— lenswerth herausgestellt? wie und unter welchen Vorsichten sind dieselben anzuwenden?
16. Welche Abarten der Seidenraupen gedeihen bei gleicher Fütterung und Behandlung am besten und liefern die meiste und beste Seide?
17. Welche Fortschritte hat die Maulbeerbaum- und Seidenzucht in den verschiedenen Ländern Europa's während des letzten Jahrzehends gemacht und was läßt sich davon für die Zukunft erwarten?
18. Ist es rathsam und vortheilhaft, durch Ersatz der natürlichen Wärme mittelst künstlicher, den Wachsthum der Seidenraupen, somit den Verlauf einer Aufzucht zu beschleunigen und eine zweite in demselben Jahre zu bewirken?
19. Welche Erfahrungen hat man bisher über den Ertrag und Zucker⸗ gehalt der mancherlei Runkelrübenarten gemacht, je nach Klima, Lage, Boden— mischung, Düngung und Bearbeitung des Bodens, Abkunft des Samens, ver⸗ schiedene Zeit und Art des Anbaues, Kultursweise wäͤhrend der Vegetation, Ernrezeit und Aufbewahrungsart?
20. Gibt es einen gewissen Zeitpunkt, zu welchem aller in der frischen Runkelrübe vorhandene Zucker kristallisirbar ist? und für den bejahenden Fall: ist ein solcher Zeitpunkt durch die Erfahrung bereits hinreichend bekannt? und auf welchem Wege ist die Ausmittelung des vorhandenen Zuckergehaltes am sichersten zu erzielen?


