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Anfangs war es mein Plan, in die Protokollauszüge auch gleich die länge- ren und bedeutenderen Vorträge mit aufzunehmen, die von Mehren in den ein- zelnen Sißungen gehalten worden waren und von denen uns die meisten Spre- <her die Concepte gütigst überlässen hatten; allein ich fand bald, daß dadurch die Uebersicht der gepflogenen Verhandlungen erschwert und die Darstellung des Gangs derselben auf eine für den Leser unangenehme Weise unterbrochen wer- den würde. Daher schien es zweckmäßiger, in den Auszügen nur anzugeben, von wem und über was ein Vortrag gehalten worden sei, die Vorträge selbst aber, sobald sie nicht nothwendig in den Gang der Verhandlungen eingriffen, in einen besondern Abschnitt, den vierten, zu verweisen, wo sie unter dem Namen „Beilagen“ der Reihe nach aufgeführt und mit noh manchen andern, nicht in Vortrag gekommenen, aber zum Verständniß des Ganzen und zur nähern Er- läuterung manches einzelnen Theil desselben nothwendigen oder in den Sitzungen beiläufig zur Sprache gebrachten Mittheilungen zusammengestellt sind, um hier für sich mit ungestörter Aufmerksamkeit gelesen werden zu können. Auf diese Weise möchte am beßten für eine richtige Würdigung jedes einzelnen derselben gesorgt und jedenfalls das- Lesen der Protokollauszüge angenehmer gemacht wor- den sein. Auch habe nicht angestanden, unter diese Beilagen noh einen Brief mit aufzunehmen, der erst nach dem Schluß der Versammlung bei mir einlief, daher den Mitgliedern derselben nicht vorgelegt werden konnte, aber für jedes nicht ohne Interesse sein dürfte.=-
Daß in den Protokollauszügen diejenigen, welche sprachen oder irgend eine Meinung äußerten, nur namentlich aufgeführt worden sind, ohne: das Wörtchen: „Herr“ hinzuzuseßen, daß dieses jedoch jedesmal geschehen ist, sobald einer der Sprecher einen Andern nennt, scheint mir einfach in der Natur der Sache zu liegen und keiner Entschuldigung zu bedürfen, ich würde daher auch nichts dar- über sagen, wenn ich nicht aus Erfahrung wüßte, daß man, um Mißdeutungen zu vermeiden, in dieser Hinsicht nicht vorsichtig genug sein könne, und wenn nicht durch Uebersehen bei der Korrektur einige Verstöße gegen das einmal Ange- nommene stehen geblieben wären, die leicht zu falsgen Vermuthungen Veran- lassung geben dürften.
Id) schließe mit dem herzlichsten Wunsche, daß mein Bestreben, durch die Bearbeitung und Zusammenstellung der in diesem Berichte enthaltenen Materia- lien und die darin gegebenen Mittheilungen denselben zu einem Werke auszubil- den, das bei dem Lesen einem Jeden Befriedigung und Genuß gewähre, mir wenigstens zum Theil gelungen sein möge, und daß er auch denen, die bei der Versammlung nicht zugegen waren, einen deutlichen Beweis von der Wahrheit degjenigen gebe, was Koppe in den Oekonomischen Neuigkeiten 1837 Nr. 113 so schön über dieselbe sagt, und ich hier, zum Theil wenigstens, als Scluß- wort wiederholen will:„,,in dieser Versammlung war derjenige Sinn vorherr- schend, ja der allein sichtbare, welcher allezeit eine Folge der Forschung nach Wahrheit ist. Die bösen Leidenschaften der. Menschen, Neid, Eifersucht und kleinliche Tadelsucht, welche die Freudeu des gesellschaftlichen Umgangs“ trüben, waren nicht sichtbar. Ein Jeder theilte mit, was er wußte, und wie er es ver- mochte, und wenn ihm widersprochen wurde, so vertheidigte er seine Ansicht mit
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