Jahrgang 
2 (1802)
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Die Kartoffeln sind an vielen Orten in den Kellern und Gruben gefault, und machen sich daher jetzt, bey der Bestellungszeit, selten; so daß der Himbten hin und wieder mit 16 gGr., und darüber, bezahlt wird. Mir selbst ist es mit denen, die früh gelegt waren und in die sem Jahr ungewöhnlich früh reiften, so ergan gen; ein Fall, den ich sonst noch nie erlebt habe.

Der Flachs steht im billigen Preise; das Kaufgarn aber für den armen Spinner fast zu niedrig: obgleich dies dem Landwirthe, dem es an Menschenhänden fehlt, vortheilhaft seyn kann.

Der Mangel an Dienstboten und Tagelöh nern, besonders im Lüneburgschen und Bremen schen, fängt an, sich zu vermindern, und wird sich bald noch mehr geben, da durch den allge meinen Frieden, und bey dem abnehmenden Ge⸗ werbe der Hanseestädte, uns weniger Menschen entzogen werden.

Das Rindvieh steht noch in demselben hohen Preise. Es ist zwar nicht krank, aber an den meisten Orten schwach durch den Winter gekom⸗ men/ und nicht milchreich; welches man der schlechten Beschäffenheit des im vorigen Jahre