Jahrgang 
2 (1802)
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vorigen Quartal. Dagegen ist der Waizen et⸗ was gefallen, so daß nur ein geringer Unter⸗ schied im Preise beider Getraidearten ist. Gerste ist allenthalben beträchtlich gestiegen, und nach Verhältniß am theuersten. Nach Verhältniß der Güte wird sie mit 1 Rthl. 2 gGr. bis 4 gGr. und die vorzüglichste Saatgerste zu 1 Rthl. o bis 796Gr. bezahlt. Auch der Hafer hat sich in diesen Gegenden seit 4 Wochen im Werthe merk lich gehoben, und wird nach Verhältniß seiner Güte, welche besonders in diesem Jahre höchst ungleich ist, zu 5 16 189Gr. bezahlt.

An einigen Orten besorgt man in Ansehung des Rockens noch wahren Mangel vor der Erndte zu erleiden; zumal da über dessen geringe Mehl ergiebigkeit und wenige Nahrungskraft geklagt wird. Allein wenn er auch in einem Districte fehlen sollte, so ist doch gewiß in andern noch Ueberfluß, und auf jedem Fall würde er sich von der Niederelbe in die südlichen Provinzen herauf ziehen lassen. An Hafer wird sich wahrschein⸗ lich nach der Saatzeit noch Ueber fluß finden; an Gerste abor konnte wirklich Mangel entstehen, dem indessen durch Watzen abgeholfen werden kann.