Jahrgang 
1 (1801)
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Ueber den Spörgel, in die Rocken⸗

stoppel gesäet, entweder, nachdem diese gestürzet, oder nur mit eisernen Eggen scharf aufgerissen worden, sind bey uns von vielen Oertern her ungemeine Lobes⸗ erhebungen eingelaufen. Und ich selbst muß die⸗ sen nunmehr beitreten, nachbem ich in diesem Herbste den Versuch gemacht habe, drey Morgen Rockenstoppel damit zu besäen. Mit diesen drey Morgen sind sechszehn Stück Kühe drey Wochen auf dem Stalle erhalten; zwar mit einigem Neben⸗ futter verbunden, dieses jedoch nur in der Maaße, daß ich vierzehn Tage allein auf den Spörgel rechnen kann. Und wahrscheinlich wäre ich noch weiter damit gekommen, wenn sich nicht unge⸗ betene Gäste, deren ich nachher erwähnen werde, eingestellt hätten.

In Ansehung der Gedeihlichkeit und Milch⸗ ergiebigkeit giebt es, wie alle Kenner desselben ein⸗ stimmig behaupten, kein vorzüglicheres Rindvieh⸗ Futter. Die Milch bekommt die Fettigkeit, und die Buteer die gelbe Farbe und den lieblichen Ge⸗ schmack und Geruch danach, den sie bey der schönsten Frühjahrs⸗Weide hat. So unglaublich dieses von einem Kraute, welches, sobald es sich brennt, den widrigen Gestank des rottenden