Jahrgang 
2 (1800)
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Für die Bienen⸗Freunde öffnete die Wit⸗ terung des vorigen Sommers trübe Aussichten, und es ist eingetroffen, was man, laut des Quar⸗ tals⸗Berichtes im 4ten Stück der vorjährigen Annalen, besorgte. Viele Stöcke sind eingegan⸗ gen. Die heftige Kälte um Weihnachten und im Anfange des Jahrs tödtete viele, die noch eigenen Vorrath hatten, zu welchen aber die Bienen nicht gelangen könnten. Die gefährlich⸗ ste Zeit erschien aber erst da, als nach dem Thauwetter mit dem 6ten Februar wieder starker Frost sich einstellete. Jetzt hatten viele Stöcke keinen eigenen Vorrath mehr. Sie zu füttern, war umsonst; die Bienen gingen nicht herunter zu dem Honige. Täglich fand man todte Stöcke. Verschiedene Imker, die große Lagden halten, haben über die Hälfte eingebüßt, und sind ge⸗ zwungen, den Verlust mit vielen Kosten zu er⸗ setzen. Sie zahlen für eine Leib⸗imme 3 Rihlr., wenn sie nur zu haben ist. Zu befürchten ist, daß noch mehrere Stöcke eingehen, wenn erst warme Witterung eintritt, da sie so schwach an Volke sind.

Ohnerachtet der Winter unerwartet strenge und anhaltend gewesen ist, so ist doch nirgends Mangel an rauher Futterung entstanden. Viel⸗ mehr wird in den meisten Gegenden, wenn nicht