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land und Schweden haben wahrscheinlich Bedürf⸗ niß an Getraide. Aber die Stockung des Geld⸗ Umlaufs und des Credits möchten die Versendun gen von hieraus erschweren.
Heu und Stroh
stehet jetzt in höherem Prelse wie im vorigen Jah⸗ re um diese Zeit. Heu ist wenig vorhanden; Stroh gewiß mehr als in mittelmäßigen Jahren. Die Kopfzahl des Viehes hat sich beträchtlich, we— nigstens um 4, durch ganz Niedersachsen vermin— dert. Aber jedermann ist vorsichtig geworden und hat das Schreckbild des vorigen Winters lebhaft vor Augen. Man verkauft nicht ohne Noth und nimmt dann den möglichst höchsten Preiß. Sollle der Winter gelinde seyn, so wird man im Früh⸗ Jahre das Stroh vielleicht so wohlfeil, wie vor 2 und 3 Jahren, kaufen können.
Die Bestellung des Winter⸗Getraides hat sich verspätet, ist häu— fig unterbrochen worden, und der Acker ist schwer zu bearbeiten gewesen. Selbst da, wo man am fleißigsten und frühesten die Bestellung betreibt, ist man vor Ende des Octobers nicht damit fertig geworden. Und an anderen Orten, wo die Erndte erst in der letzten Hälfte des Octobers beendet wers den konute, gehet wahrscheinlich dieser halbe Mo⸗


