Jahrgang 
4 (1799)
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Art unter Dach gebracht werden kann,

Erfahrung und richtige Rechnung muß hier, so wie überall entscheiden. Fürs erste darf ich wohl nicht an die Hauptregel erinnern: Daß man sich beym Bau frühzeitig genug mit Materialien versorgen muß. Dies ist also auch hier der Fall. Man lasse so früh wie möglich Lehm anfahren, damit dieser zur Hand ist, und der Mangel des⸗ selben keine Zögerung verursacht. So bald im Frühiahr kein Frost mehr zu fürchten ist, fange man an, Schindel zu bereiten. Herr Gilly schreibt zwar vor, daß die Schindel halb trocken aufs Dach gebracht werden müssen, sie sind allerdings auch dann besser zu handhaben wenn man dies erzwingen kann, aber nothwendig ist das gar nicht. Dies hat die Noth mich ge⸗ lehrt. Ich muste im Vorrath arbeiten, weil spnst die Erndte mich übereilt haben würde. Meine Schindel waren also völlig ausgetrocknet, ich fürchtete, dies möchte ihnen nachtheilig seyn, ließ also einige behutsam mit Wasser ansprengen, um den Lehm wieder geschmeidig zu machen, aber nun fiel aller Lehm herunter, und ich konnte alle bie angefeuchteten Schindel nicht brauchen. Ich ließ sie nun trocken auflegen, und es ging sehr gut.