Jahrgang 
3 (1799)
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S 259 legenen, bis in den Junius unter Wasser stehen⸗ den Wiesen, waren mit einem Schlamm über zogen, welcher sowöhl dem Wachsthume als der Gedeyh⸗ lichkeit des Grases höchst nachtheilig war. Einige entschlossen sich, sie sofort abzumähen, und dann in oder nach der Erndte die eigentliche Heu⸗Wer⸗ bung vorzunehmen. Auf diesen Wiesen ist das Gras unglaublich stark gewachsen und verspricht einen sehr guten Ertrag.

Der rothe Klee ist auf kaltgründigen Feldern und die nicht gehörig abgegraben worden, großen⸗ theils ausgegangen; auf wärmeren und zugleich gut abgegrabenen, har er sich ungemein gut gehalten.

In Ansehung des Rindviehes lauten diese Nachrichten eben so, und wohl noch trauriger, als die aus Holstein. Die zuletzt kärgliche Winter⸗ Futterung hatte es ausgehalten, aber der küm⸗ merliche, naßkalte Weide-Gang im May, gab ihm den Stoß. Es herrscht dort an vielen Orten der Grundsatz: daß wenn man dem Biehe kein Futter mehr geben könne, man es auch die ächte hindurch nicht einbinden müsse, weil es im Felde nicht tod frieren würde, aber doch noch etwas fressen könne. In diesem von der Trägheit aus gesonnenen Grundsatze, wird mancher wohl