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mittelmäßig; Hafer im Durchschnitt schlecht. Man betrieb die Bestellung desselben vorzüglich in der Woche vom 6ren bis IIten May mit großem Eifer. Viele Schläge waren besäet, aber noch nicht geegget, als das anhaltende heftige Regen⸗ Wetter eintrat. Der Hafer lief, bevor die Egge gebraucht werden konnte. Einige nahmen die ersten trockenen Stunden wahr, eggeten den nas⸗ sen Boden, und ihr Acker erhielt hierdurch eine solche Borke, daß der aufgelaufene sowohl, als unaufgelaufene Hafer, fast völlig vernichtet wurde. Andre warteten, bis trocknere Tage erfolgten, und ließen nun die gelaufene Hafer⸗Saat mit den Eggen überziehen, aber nur in die Länge und immer einen Strich halten. Diese haben verhältnißmäßig sehr gewonnen.
Wer sich mit der Gersten⸗Saat nicht über⸗ eilte, und die Abtrocknung des Bodens bis zum Ioten Junius und länger abwartete, hat mehrere Hofnung zu einer guten Gersten⸗ Erndte, als der, welcher die ersten trockenen Tage wahrnahm.
Gerste und Hafer sind häufig und nach einer Fohre bestellet, selten untergepflüget worden.
Die Begrasung der Wiesen ist im allgemeinen schlecht. Die an Flüssen, Bächen und Seen be⸗


