Jahrgang 
3 (1799)
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unter dem Namen der Heidgegend zusammen, und von dieser wird vorerst allein die Rede seyn.

Die Unfruchtbarkeit dieser Gegend ist fast durch ganz Europa bekannt, und unter der Lüne⸗ burger Heide denkt man sich die Wüste Arabiens im Kleinen. Zenn gleich dieser gar zu übele Ruf durch den Gang der Heerstraßen, welche über Zelle nach Bremen, Haarburg, Lüneburg und ins Meklenburgische, grade durch die sterile⸗ sten Gegenden gehen, zum Theil veranlaßt wor⸗ den ist; so kann man dennoch nicht leugnen, daß dieser Haupttheil des Lüneburgischen zu den wü⸗ stesten und menschenleersten Gegenden Deutsch lands gehöre. Allein man thut der Natur unrecht, wenn man glaubt, daß diese Provinz von ihr unwiederruflich zu diesem wüsten Zustande ver⸗ dammet sey, und daß ihre bessere Cultur und mehrere Betölkerung unüberwindliche Schwierig⸗ keiten finde.

Der Grund und Boden

ist zwar in seiner Oberfläche im Allgemeinen sandig. Indessen giebt es auch in den sandig⸗ sten Districten einzelne beträchtliche Reviere, und auch sehr ansehnliche Strecken, wo der Boden den Namen eines recht guten Mittelbodens oder