Jahrgang 
2 (1799)
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Befallen, ſo daß die Wege faſt unbefahrbar waren. Südlich von Zelle hatte man dagegen am 28ſten ein heftiges Gewitter gehabt.

Die Temperatur blieb nun bis zum sten April, ſelbſt bey Tage und des heiteren Sonnenſcheins ohnerachtet, beſtaͤndig unter dem Gefrierpunkte; Morgens und Abends 4 bis 7 Grade darunter bey ſtrengem Nordoſt-Winde. In hieſiger Ge⸗ gend konnte der minder hohe Schnee jedoch dem hellen Sonnenſcheine nicht widerſtehen, ſondern leckte bald weg. Nach der Elbe und Oſtſee zu ſoll er ſich aber bey ſeiner hohen Lage laͤnger ge⸗ halten haben. Am Sten ſezte ſich der Wind mehr nach Suͤden, jedoch immerfort aus Oſten, es ward milder, und in der Nacht fiel Regen.

Nach dem Anſcheine hieſiger Felder, haben wir doch alle Urſache zu hoffen, daß auch dieſer ſpaͤte und ungewoͤhnlich ſtrenge Nachwinter der Saat keinen weſentlichen Schaden gethan habe. Es iſt noch immer genug geſunder Sramm auf hoͤhen und trockenen ſowohl, als niedrigen und feuchten Aeckern. Und da die Pflanzen nicht in die Hoͤhe gehen koͤnnen, ſo werden ſie um deſto mehr Seitenſproſſen machen. Auch dem Klee hat dieſer Froſt nicht geſchadet. Ob es der Rap⸗ und Ruͤb⸗Saat nicht einen argen Stoß gegeben, koͤnnen wir nicht entſcheiden.