Jahrgang 
2 (1799)
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Rage zu bekommen. Entlegenere Gegenden muͤßen dieſen Vortheil entbehren. Dieſe erſuchen alsdann in der Naͤhe gewoͤhnlich jemanden, der Beſitzer eines Hengſtes iſt, ihnen denſelben zu dieſem Behufe zu uͤberlaſſen, und bezahlen dem wenig oder nichts dafuͤr. In einigen Diſtricten iſt aber die ſonderbare Gewohnheit, daß Leute aus dem Heßiſchen oder Hannoͤveriſchen Hengſte herumfuͤhren und zu dieſem Behufe den Bauern vermiethen. Doch iſt es immer nur noch ſelten, daß Bauern ihre Stuten belegen laſſen, ihre meiſten Pferde kaufen ſie als Fuͤllen auf den be⸗ nachbarten Maͤrkten. Der Egidi⸗Markt zu Hannover, der Gallen-Markt zu Burgdorf, der Allerheiligen⸗Markt zu Peine wird von den Land⸗ leuten der hieſigen Gegend haͤufig in der Ab⸗ ſicht beſucht, Fuͤllen da zu kaufen. Man bezahlt

alsdann das Stuͤck mit 3, 4 auch 5 Louisd'or. Die erwachſenen Pferde füttert der Landmann mit Garben, nie mit ausgedroſchener Frucht. Auf 6 Pferde werden taͤglich gerechnet Stiege Hafer, und 2 Stiege halb Rocken und halb Boh⸗ nen, das Viertheljahr von Weyhnachten bis Oſtern ausgenommen, in welchem nur die Haͤlfte gege⸗ ben wird. Dieſe Garben werden zu Hexel ge⸗ ſchnitten und noch mit Heu und Stroh vermiſcht. un) Ockober giebt