- 325=
Die schriftlichen Verhandlungen geben des Maßstab zur Tendenz des gegenwärtigen Schäfe- reiwesens, aber auch zugleich die deutliche Wahr- nehmung, wie noch nicht Alles soweit ins Klare gebracht sei, daß nichts dagegen mehr eingewendet, vder Neues aufgebracht werdeu könnte. Vorurtheile, Meinungen, Eigennutz und Erfahrungen sind unter sich noch öfters im Kampfe..„Man verfolgt sich, je nachdem Ansicht, Juteresse und Einsicht in Be- tracht genommen werden. Möge die Wahrheit da- bei klar ins Licht gezogen werden!
Das Allgemeinere, was. die Tagesgeschichte im Schaäfereiwesen zu beachten gibt, haben wir in den frühern Berichten umständlich behandelt, und verweisen darauf zurü>. Nur Einzelnes möge hier Platz finden,
Der Streit über Schafrassen und Woll» kenntniß wird noch mit gewohnter Lebhaftigkeit fortgeführt. Mancher hofft, seinen Ruhm als wahrer Praktiker dadurch zu verwahren, daß er daran keinen Theil nimmt. Freilich fördern diese die gesuchte Wahrheit nicht, vielmehr findet das Errungene hier einen Anstoß, oder es wird ihm leichtlich die Aufnahme versagt. Judeß darf dieß den nach Wahrheit Forschenden nicht kümmern, son- dern er muß sich bei dem freilich leidigen Troste beruhigen, daß es bei zedem errungenen Neuern


