Jahrgang 
5 (1828)
Einzelbild herunterladen

3. Die stattfindenden Gewerbserschwe»- rungen fangen an, vonden Staatswirthen gewür» digt zu werden, was erfreulich ist, denn es kann nur besser werden, wenn die regierenden Beamten die Gewerbsverhältnisse und Angelegenheiten selbst hell durchschauen. Unter sich selbsi haben sie harte Kämpfe. Ein Theil will das Alte, weil'man sich

vor dem Neuen fürchtet, der andere läßt sich/ bei-.

eigner Unkunde, auf Irrwege führen. Mit Recht dürfen wir durch unsere Landstände viel Gutes erwarten. Ihnen ist es Pflicht, zwischen Volk und Regierung zu treten.

Im Darmstädtsch en hatte die zweite Kamz- mer-der Stände den Wunsch ausgesprochen, daß Erleichterung in Ablbsung der fiskalischen Grund» renten getroffen werden möchte, Dagegen aber beschloß die erste Kammer. das Gegentheil, wahr? scheinlich bewogen durch die vom Kanzler Arends gesprochnen Worte: ,, Die Tendenz, das Grund» eigenthum von Grundlasten zu befreien, gehört un? ter die modernen Manien, welche, kein historisches Recht schonend, überall das Reich der Vernunft errichten wollen, das leider nur zu oft in der Un- vernunft seinen Grund hat. Die 2te Kammer fand aber keinen Grund, von ihren Beschlüssen ab» zugehen, und äußerte sich:Cine Erörterung der von dem ehrenwerthen Mitgliede der 4sten Kammer