diesem Vereine die. Summe von 6000 Fl.; um die Seidegzkultur mit Kraft zu. befördern.
Im preuß. Staake wird die früher nicht unbedeu- tend gewesene Seidenkultur durch einen Italiener, A- M, Balzani, Kunsthändler in Berlin, aufs Neue ins Leben gerufen. Er belehrt durc) Worte und That, und hat bereits. den Beweis belegt, daß im Preuß. eben so gute Seide, wie in Mailand und Piemont erzeugt werden kann» Wiewohl die heurige Witterung der Würmerzucht wenig zusagle, so zog er doh selbst mehr Seide, als je ein Privatmann„im Preuß» gewonnen hat. Er legte 24 Loth Seidenwürmereier, gewann davon 4000 Pfund Cocons, uns von diesen 400 Pf- Seide, die von Sachverständigen der italienischen völ» lig gleich geachtet wird.= Die Negierung, hat diesem Beförderer des Gewerbswesens einige Zimmer im Jnvas» lidenhause eingeräumt, und die vorhandenen Maulbeer- bäume überlassen. Die Vehandlung der rohen Seide hat ex nah der italienischen eingerichtet,== Man hat in diesem Zweige des Gewerbswesens, durch Scarfsinn und Versuche, selbst in Jtalien und Frankreich neue Vortheile entde&t, welche den gegenwärtigen Unterneh- mern vor den frähern zu statten kommen.
Man rechnet auf 4 Loth Grains,oder Seidenwür- mereier den Bedarf von 794 Pf. Maulbeerblätter«==
Die Maulbeerbäume hielten auch bei Berlin die kältesten Winter aus, die Bäume wachsen, wie in
47


