es bekennen, sagt der«niederländische Berichterstatter über den Befund der Schulen und Universitäten, daß man gegenwärtig in der Gesellschaft mehr Kenntnisse verlangt als früher, und das nicht allein wegen des Wechsels der Grundgeseße des Landes, sondern vornehm- lim deßhalb, weil die Fortschritte, welche Handel und Industrie gemacht haben, genau mit denen der Wissens schaft auf gleicher Stufe stehen. Es ist deßhalb zu wünschen, daß die Wissenschaften, in ihrer Anwen- dung auf nüßliche Künste, auf Schulen und Univer- fitäten mehr und mehr, besonders von den jungen Leu- ten, deren Eltern der industriellen Klasse der Gesell- schaft angehören, betrieben werden. Die Pro» fessoren der mathematischen und physikalischen Fakultät haben eine günstige Gelegenheit, diese Anwendung der Wissenschaften auf die nüßlihen Künste zu zeigen.
Jeder rehtlihe Mann ist berufen und verpflich» tet, Vorurtheile und nachtheiligen Irrchum mit aller ihm zu Gebote stehenden Kraft zu bekämpfen, und das Licht der Wahrheit auszubreiten, so weit er nur kann; wie sollten wohl die, welche durch Amt und Sachkenntniß dazu berufen sind, still stehen, oder in dem allgemei- nen Bestreben in Ruhe verbleiben wollen 2
Allerdings achten sehr viele Gelehrte die Wissen- schaften des Lebens no< zur Stunde sebr gering, und mögen es nicht gern leiden, daß sol<e Zweige neben. den ihrigen stehen. Und kann nicht vermieden


