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* Es kann uns' in dieser Ansicht des Guten nicht irren, wenn wir z. B. vernehmen, daß no< im Jahre 1825 zu Köln, in der großen Dürre im Juli die Gebeine des heiligen Severin 8 Tage lang aus- gestellt wurden, um durc< ihn Regen zu bewirken, der“ aber die guten Kölner“, so“ gut er Meister des Wetters sein mag, im Stiche ließ,=
Der Aberglaube und das Vorurtheil. nehmen selbst unter den gemeinsten Menschen des Bauerstans des immer mehr und mehr ab, und viele sind bereits gänzlich verschwunden, die in unserer Jugend nom" allgemein waren«!
Unser Zeitalter liebt das Nüßliche, und die spekulativen Entwürfe, die literarischen Erörterungen, sind nicht mehr genügend, allen Forderungen zu ents- spre<en. Das unterrichtete und aufgeklärte Publikum will tiefer in' die Geheimnisse und Verhältnisse des menschlichen Lebens eindringen, und es- verlangt/ nicht ohne Ne<t, eine genaue Kenntniß über jede große, zum allgemeinen Nuten hinzielende Maßregel, über jede interessante Unternehmung, jede wichtige Ent- deEung, jede veranlaßte Nachforschung 2c.
Man bestrebt sich mehr als sonst, die Dinge des Lebens kennen zu lernen. Vormals waren die sogenannten" Gelehrten nur allein im Besig der Wis-, senschaften, aber wenig mit den Sachen befaßt; ihre Arbeiten waren darum für das Leben fast gänzlich ver-


