Jahrgang 
3 (1826)
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In R ußland. sucht man unter andern äuch der Landwirthschaft hinsichtlich eines erleichterten Absaßes der überflüssigen Erzeugnisse dadurch zu Hilfe zu köm- men, daß man die Flüsse im Lande schiffbar macht, und wit einandex verbindet»"Man'kann sagen, daß der Kanalbau in Rußland jebt zur Tagesordnung ge- höre. 2000 Soldaten sind 3. B.in Kurland be- schäftigt, um die Windau mit dem Niemen zu ver- binden. Man soll die Absicht haben, das ganze Land so dur< Kanäle zu verbinden, daß man aus der Ost- see mitten durc) Rußland zu Wasser bis nach dem schwarzen Meere kommen kann. Dem Kanalbaue geht dis Einführung der Dampfschifferei zur Seite. Mir scheint es sehr zwe>mäßig, das Militair zu sol<hen großen Unternehmungen zu gebrauchen, so viel auch Manche, wie ich gar wohl weiß, dagegen ein- zuwenden haben. Da man die Soldaten aus den Arbeitsklassen nimmt, so kann es nur seinen Nutzen haben, wenn sie in der gewohnten zwe>mäßigen Thä- tigkeit erhalten werden- Und in Hinsicht des Volks- yermögens hört so bethätigtes' Militair auf, bloß auf Unkosten der Gewerbsbürger Güter zu konsumiren, In England ist es jeht Stratsprincip, auf alle mögliche Weise4 die Thätigkeit des Volks zu erween, und um ihr den höchsten Grad zu verschaffen, gibt man ihr klöglich die größtmöglichste Freiheit. Hierdurch find bereits diese Insulaner in den Stand geseßt wor»