eines neuen forstbotanischen Journals, 25x
fühlen, der nicht gewohnt ist, aus Büchern zusammey zu schreiben, sondern die Natur selbst zu befragen.
Um jedoch meins künstigen Leser mit der Metho«- de befannt zu machen,, wie ih Bruchstücke der Pflan- zenphysiologie bearbeite, bitte ich die beyden Abhandlun- gen zu lesen, die in dem Tom. III. physico Ador. Pa- lat. p- 116- 192. von der X7eigung der Pflanzen sich zu-betgarten, und in Tom. VI. physlico der nämlichen Akten, S. 443- 515. über das Vermö»- gen der Pflanzen, sich noch durch andere Wee, als den S8amen, zu vervielfältigen und fortzu- pflanzen, abgedruckt sind,: Sie sind mit dem Bey- falle, des Publikums laut bekrönt worden, und noch nie- mand hat die Erfahrungen und Beobachtungen in Zweis- fel gezogen, worauf beyde Abhandlungen sich gründen. Die in dieser Zeitschrift bekannt zu machenden Ertahe- rungen werden vorzüglich darthun, daß viele Hauptsäße, die man als unbezweifelte"Wahrheiten in der Pflanzen- physiologie bisher angenommen hat, in der Natur sich gar nicht bestättigen, sondern von ihr offenbar wider- sprochen worden, u. s, w.
Noch ist die Forstbotanik ein Hauptgegenstand dies ser Zeitschrift. Wer, wie ic, so oft und so vielfältig die Blüthen der hohstämmigen Bäume auf Leitern un- fersucht haf, der wird wissen, wie beschwerlich ,' oft auch gefährlich diese Art der Blüchenprüfung ist, die in Wal- dungen noM4 mit größern Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Ueberdies muß man oft langjährig warten, bis endlich Bäume blühen und Früchte tragen, und so lang, bis der Baum geblüht und Früchte getragen hat, ist der Eigenthümer ungewiß, wie der Baum heisse, der in seinen Waldungen) oder Pflanzungen steht. IJch habe daher, um diesen Schwierigkeiten abzuhelfen, auf Cha- raktere nachgeforscht, die bey Laubhölzern vom Abfallen
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