Teil eines Werkes 
Achter Band (1784)
Entstehung
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Vollſtändiges Regiſter,

Recht haben, 418. Warutn e8, gewiſſe öfo- nomiſche Regeln, in wie weit die Wieſenbe- hütung..den Schafen ſchädlich oder nüßlich werden könne, bey dieſer Gelegenheit an die Hand zu geben, nicht ündieniich ſeyn werde, eb. daſ. Daß aber bey dieſen Regeln ur bloß die Zuchtſchäfereyen zum Gegenſtand genom- men werden können, 419. Erſte Regel, ver- möge welcher nur di? koch liegendy Bruch- oder Strohmwieſen voa den S4+4afen ohne Gefahr behütet werden"önnen, 420. Zweyte Regel, daß auf ſolchen Wieſen nur die 6zäh- nige und vollſäige Hammel, auh allenfalls die alten Mutterſchafe, jedoch dieſe b!oß ab- wechſelnd, gehütet werden müſſen, eb. daſ, Die in dem Vorhergehenden wegen der Mut- terſchafe gemachte Bedingung, daß ſelbige auf den Wieſen nur abwechſelnd gehütet werden ſollen, wird näher erläutert und gerechtfertiz get, 4214 Dritte Regel, daß die hohe Bruch- und Strohmwieſen nfemabls bey naſſer uad regnigter Witterung mit den Schafen behätet werden müſſen, 423.- Vierte Regel, daß in den niedrigen und fief liegenden Bruchwieſen die Weide für die Schafe ſchlechterdings ſchädlich ſey, beſonders wenn ſie nicht vorhin von dein Zug- und Rindvieh gehörig ausge- hütet worden, eb. daſ.- Daß ſoichemnach ein Eigenthümer ſolcher Wieſen von dem Auf hü- tungsrecht fremder Echäfercyen nur wenigen Schaden zu befürchten habe, 424. Warum in Anſehung der Wieſen ſelber die Tehritung derſelben mit den Schafen zur Winterezeit mehr nüßlih, als ſchädlich fey, 425- In welchen Fällen ein Richter von dieſem.Saß

eine Anwendung machen kann, eb. daf. Wo/-

her es den Anſchein gewinne, daß auch den Schafen ſelber die Winterbebütung der Wie- ſen mehr näßlich, als ſchädlich fey, 4294. Widerlegung dieſes Anſcheins, und daß die Wieſenbehütung im Winter, wenn nicht die größte Behutſamfeit gebraucht wird, för die Schäfereyen allemahl hö<ſt gefährlich bleibe, eb. daſ. Daß die Schafhütung der Wieſeta im Winter um ſo unwirthſchaftlicder ſey, wenn die zu behütende Wieſen nicht in der Nähe des Dorfes liegen, ſondetn die Schafe auf x bis 2 Meilen weit dahin gebracht, und auch daſelbſt einen großen Theil des Wingters

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verbleiben mäſſen, 427-+ Daß hieraus die fünfte Negel, daß nur bloß für die Haunmnei- Heerde die Wieſenbehütung im Winiee zu- träglich ſey, und auch dieſe des Nachts das gewö9gnliche Strohfutter.erhalten nüſſe, von ſelbſt erwächſet, 428« Warum das bisher von der Schädlichfeit der Wieſenbehütung für die Schafe ſowohl im Herbſt, als Winter, Angeführte nur bloß die Bruch- und Strohm- Wieſen betreffe. auf die Feld- und andere hoch liegende Wieſen aber keine Anwehre fin- den könne, eb. daſ- Daß auc auf ſolchen boch liegenden Wieſen, welche einen Mohr- und Pfenngrund haben, oder mit Bülten uad Moovs überdecket find, die Shafhütung mik vieler Behutſamfeit exerciret werden müſſe, 47:9+ Erörterung der Frage: ob ein Auf hü- fungsberechtigter auf den für die Züchtſchäfe- rey allzu fetten und gefährliczen Bruch- oder Strohmwieſen, dieſelben, ohne Einwilligung des Eigenthümers und der übrigen Mithüs tungsinteveſſeaten, in eine Hammelſchäferey verwandeln könne, 430% Warum es ein hö<ſt ungerechtes Beginnen der Auf hätungs- Berechtigten ſey; wenn ſte die ihnen zur Aufs hütung eingerätimten Wieſen mit fremden Fetthammeln, die nicht u ihrer Heerde gehö? ren, behäten, und daß ſolches gemeiner ſey, als man glauben ſollte, 432»+» Von der Früh- jahrsbehäütung der Wieſen, 433« Daß dies feibe mehr ſchädlich als nüßlich fey. und was für ein Grundſaß hierunter angenommen wer- den müſſe, eb. daſ:“Daß bey der Wieſenbe- hutang elne doppelte Urſache zum Grunde lies ge, und die erſte davon in der vielen Winter? näſſe, ſo darin noch befindlich-iſt, und den Grund der Wieſen weich macht, beſtehe, 434+ Zweyte Urſache von der Schädlichkeit der Frühjahrsbehätung, weil dabey das junge Gras verbiſſen, und dadurch in ſeinem gehs- rigen und zeitigen vokſitändigen Wuchs gehin- dert wird, eb. daß Won den veiſchiedenen Einwendungen, die gegen die Sthädlichkeit der Frühjahrsbehütung auf den Wieſen gez madt uw werden pflegen, und warum ſoiche von unparteyiſchen Sachverſtändigen beur- theilet werden müſſen, 435« Beantwortung des Einwandes, daß datjenige Gras öfters abfriere, und,alsdenn deſſen Rbhütung noth-

wendig