58 Drittes Hauptſtu>.
Es hätte auch dabey nicht gelaſſen werden können, ſondern von Seiten der Separations- Commißion, nothwendig eine Abänderung geſchehen müſſen, wenn nicht dießSache auf eine andere Weiſe verglichen, und abgethan worden wäre.
Juzwiſchen iſt aus dieſem Beyſpiel ſo viel abzunehmen, daß bey dergleichen Hü- tungs- Abſchäßungen nach dem baaren Ertrage, die äußerſte Genauigkeit zu beobachten ſey, und dazu angeordnete Sachverſtändige nicht ohne beſondere von der Separations- Commigßion zu ertheilende Anweiſung gelaſſen werden müſſen, wenn nicht die Sache ins übertriebene und lächerliche fallen foll. Man nehme eine Magdeburgiſche Morge von dergleichen trockenen Schaafweide auch nur zu einer jährlichen Abnußung von 2 Gr, an,
“und ſeße dabey ferner voraus, daß auf einem Revier von 1000 Morgen 800 Schaafe den
Sommer über erhalten werden können, ſo wird ſchon die bloße Sommerweide vor jedes Stück beynahe auf 2 Gr. 3 Pf. zu ſtehen kommen, welches, wenn man dabey, daß die Schäfereyen auch noch außerdem einer zureichenden Feldhütung, nebſt dem vielen Win- ter- Futter nöthig haben, in Erwägung ziehet, dieſen Abſchäßzungs- Saß, ſo geringe er auch zu ſeyn ſcheinet, dennoch allemal ſehr hoch, und dem Ertrage des Schaafviehes gar nicht anpaſſend machet,;
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Ohnmaßgeblicher Vorſchlag, wie die Zütungs- Reviere, nach ihrer verſchiedenen Güte, in dergleichen Fällen auf eine billigmaäßige Art abzuſchätzen wären,
Dürfte. ich hierunter etwas gewiſſes zu einer künſtigen Richtſchnur in Vorſchlag bringen, ſo würde ich eine bloße mit Fichten oder Kiefern bewachſene Schaafweide, in der erſten Klaſſe nicht höher als die Magdeburgiſche Morge zu 1 Gr. 5Pf., in der zweyten Klaſſe zu 1 Gr., und in der dritten-Klaſſje zu 6 Pf. zur jährlichen Abnußung an- zuſchlagen anrachen, in der gewiſſen Ueberzeugung, daß ſolche, nach dem Verhältniß des Schäfereyertrages, nicht höher genußet werden kann. 8
In Anſehung der Angerweide und Huütung in den Buch- und Eichwäldern aber findet bey dieſen Sägen allerdings eine Erhöhung ſtatt. Dieſelbe iſt nicht allein vor die Schäfereyen nahrhafter, ſondern auch zugleich vor das Rindvieh brauchbar. In dieſen Betracht ſind die vorige Säße bey derſelben zu verdoppeln,
Und iſt die Hütung von ſolcher Beſchaffenheit, daß ſie zu einer Fektweide gebraus- c<et werden kann, ſo mag vas vorſtehende dreyfach zu erhöhen nicht vor unbillig geachtet werden.
Man wird mir die Gerechtigfeit wiederfahren laſſen, zu glauben, daß dieſer mein Vorſchlag nur hauptſächlich auf die gewöhnlichen verſchiedenen Hütungspläße, in der Art, wie ſie faſt allenthalben angetroffen werden, gehe, und daher die vorzüglich fetten Auen, die man in einigen Gegenden antrifft, billig davon ausgeſchloſſen werden müſſen.
Jedoch habe ich hierunter um ſo weniger einen Mißbrauch von dieſen meinen Sägen zu beſorgen, als ſolche nur bloß zu einem Maaßſtabe bey gemeinſchaftlichen Hü- tungen angegeben worden, man aber in den fetten Auen und Weiden nur ſelten eine ge- meinſchaftliche Hütung antrifft, ſondern ſolche gemeiniglich ein Erbtheil der magern und dürren Weiden zu ſeyn pfleget,
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