Jahrgang 
2 (1821)
Seite
406
Einzelbild herunterladen

=" 4009==

verbunden ſey. Nach der Meinung des Herru V. Boght ſoll der Raps den Boden ſchon zu Ende der.erſten Rotation ſo ſehr erſchöpfen, daß dann deſſen Fruchtbarkeit nicht einmal mehr auf den Grad ju ſiehen komme, auf welchem er ſich vor der Bemergelung befand. Wären dieſe Behauptun« gen gegründet, ſo ſtände es freilich'mit dem Raps- bau ſehr mißlich, ſie ſind aber, wie Folgendes zeigen wird, ſehr leicht zu entkräften.

Der Mecklenburger mag ſeine Berechnung machen, wie er nur immer will; die Preiſe des Weizens mögen gegen den Raps ſtehen, wie ſie wollen, ſo wird dennoch, da der Preis des Rapſes ſelten oder gar nicht unter dem Mittelpreiſe des IBeizens ſteht, und beide-nicht von einander abhän- gen, jede Wirthſchaft die Raps baut, ſich am beſien dabei befinden. Gewöhnlich nehmen wir von einem jeden Schlage, wenn er Getreide trägt, drei Saa- ten; und es wird ſich leicht ergeben, daß, wenn man den Ertrag des Napſes gleich ſet dem des Weizens, bei einer Saatenfolge,- in welcher ſich Raps befindet, mehr Vortheil ſeyn muß, als bei einer ſolchen, bei.welcher dies nicht der Fall iſi. Im erſten Fall baut man, ſo zu ſagen, in einer Rotation zweimal und im lezten Fall vur einmal Weizen.. Eine ohngefähre Berechnung hierüber wird dies noch deutlicher machen, Ich nehme eine

35%