ren laſtete ſchwer auf uns das eiſerne Joch des Zwingers. Welche menſchliche Klugheit hatte es vorher ſagen wolien, daß ein einziger Winter die Veranlaſſung werden ſollte, die Zuchtruthe des Völ- ker verderbenden Treibers zu zerbrechen? So wie dies Wander vor unſern Augen geſchah, ſo kann auch die gegenwärtige begebenheitsſchwangere Zeit, Ereigniſſe zu Tage fördern, die der Menſchheit zum Seegen ger ichen müſſen, Viclleicht ſind die gegen- wärtigen Jahre,“="in ſo fern namlich bloß von unſern Erndten und den aufgehäuſten Vorräthen die Rede. iſt,= die fetten Jahre Pharaonis, welchen magere folgen können!, Wir wollen uns, alſo nicht undankbar mit der Geringſchäßung dieſer von Gott geſeegneten Gaben verſündigen; nicht,= ſo, wie ſtör- rige, Kinder ſich- gebehrden, wenn ihren kipdiſchen Forderungen kein Spielraum gegeben wird,= Miß- wachs, Menſchen mordende Kriege, Greuel der BVeiwuüſtüng und theure Zeiten herbey„rufen; noch weniger zageud die*Hände müßig im Schooße legen und“ dem gefährlich bethörenden Gedanken Raum „„Seben:„„unſer AFXerbau muß eine ganz andre Rich- „tung nehmen; mit dem Getreidebau iſts am Ende; „„wvir müſſen auf die Kultur andrer/ Produkte „denken!“ j Es wäre in der That der gefährlichſte Mißgriff, wenn wir uns durch. die,=-.gewiß vorübergehenden, -=-- Ereigniſſe der Gegenwart verleiten laſſen wollten, den Anbau unſers Getreides, des allerunentbehrlich- ſien Nährungsmittels, zu beſchränken, um unſern Fleiß auf die Erzeugung ſolcher Produkte zu verwen- den, die nur für den AugenbliF& geſucht werden, So wenig es zu tadeln iſt, wenn der umſichtige Landwirth eine Gelegenheit nußt, die ſich ihm in der eintretenden Konjunktur darbietet, ſo muß eine ſolche Diverſion,=- wenn ich dies ſo nennen ſoll,==
Jahrgang
2 (1821)
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