Jahrgang 
2 (1821)
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Borrede

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Ilbermal iſt eine Zeitperiode eingetreten, die mitten im tiefen Frieden,= mit welchem wenigſtens unſer Exdtheil bisher beglückt iſt,-- in allen Ständen Klagen auspreßt, aber auf keinem Stand ſchwerer laſtet, als auf dem gedrückten Landmann. Die gegenwärtigen Preiſe aller unſrer rohen Erzeug= niſſe de>en dem Landmann bey weitem die Pro- duktions- Koſten nicht; er arbeitet alſo nicht nur umſonſt, ſondern muß auch überdies noch ſchmerz- liche Opfer bringen, um die Winden zu heilen, an deren Folgen gegenwartig noch alle Staaten leiden. Mancher rechtliche Mann bliät ſchaudernd in die Zu- kunft; faſt in allen geſellſchaftlichen Zuſammenkünſten erſchallt die beängſtigende Frage?, Was hilft uns der reiche Seegen unſrer Erndten, wenn Niemand unſre aufgehäuften Vorrathe haben will 2

Wohl iſt es ſchwer, dem jchon an der Grenze des völligen Verzagens Hingeriſſenen eine tröjtende Antwort zu geben. Werſen wir indeſſen einen ruhigen Bli auf die Begebenheiten vergangener ahre, ſo werden dieſe uns belehren, daß vie Menjch- heit vfterer unter ähnlichen und wol noch ſchvereren Drangſalen gelitten hat, die durch ganz unverz muthete und nie geahndete Ereigniſſe glücklichere Zeitperioden hervorriefen, Noch vor wenigen Jah-

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