757... 90007 Tm
Erdenlebens gebunden.“ Anhänglichfeit hatte ex an ſeinen Heren und wenn es auch durch Gewohn: heit war; ſeine Umgebung, lauter alte Bekannte; machten ihm. ſeinen Wohnort lieb, für ſeinen. Lex bensbedarf brauchte er nicht ängſilich zu ſorgen; ward ex alt und ſc<wach, ſo mußte ihn ſein Leibhery ernähren, deshalb trübte ihn nicht die Ausſicht aufs Alter; er wußte, daß er nicht-zu darben brauchte; ſeine Kinder wohnten meiſt alle um ihn her; ſeine Seelenkfräfte waren nicht ſo fein ausge- bildet, daß er das ſfklaviſche ſeiner Lage fühlte; ward er nur nicht despotiſch behandelt, ſo fühlte er ſich glücklich und war zufrieden mit ſeinem Looſe, Freylich war es hart, wenn er'von ſeinen Leibherrn tyranniſirt wurde und nicht ziehen durfte; aber zur Ehre Mecklenburgs war ihre Zahl nur ſehr geringe, und giebt es denn in andern Ländern keine Menſchen, die ihre Untergebenen peinigen? Betrachte man das Loos der freyen Tagelöhner anderer Länder und die zum Theil für die Herren nd das Geſammtwohl daraus eutſtandenen Folgen! Der freye Tagelöhner iſt ſich ſeiner Freyheit bewußt. Bey jeder Gelegenheit, wo er glaubt, daß ihm vom Herrn Unrecht wiederfahren, bey jeder nüklichen oder gay für, ihn ſeibſt mit pekyniairem Vortheil begleiteter Veränderung, die ihm nitht gefällt, fündigt er ſeinen Brodherrn und zieht, Iſi


