Jahrgang 
1 (1818)
Seite
335
Einzelbild herunterladen

wer 908 oi

Gegenſtand öffentlich zur Spräche gebracht hat, der allgemein zu ſo: vielen und ſo bittern Klagen" Veran- laſſung giebt und zu deſſen Abhülfe ſowenig, ich möchte wohl ſagen: gat nichts gethan wird, Um ſo mehr wäre es zu wünſchen, daß das hier Geſagte allgemei nere Aufmerkſamkeit erregen möchte und durchgrei- fende Maaßregeln ergriffen würden. Es iſt empörend wie von den unvernünftigen. Knechten, wenn ſie mit Getreide zur Stadt fahren, die armen Thieregemiß- handelt und über ihre Kräfteangeſtrengt werden. Wenn man auch geneigt ſeynmöchte, dieſe barbariſchen Mißhandlungen mit der Abſchenlichkeit unſrer weit und breit berüchtigten Wege zu entſchuldigen, ſo muß jede Entſchuldigung wegfallen, wenn man ſich überzeugt hat, daß die Barbarey unſrer rohen. Menſchenklaſſe alles übertrifft, was man an andern Orten findet; I< will nur Hollſtein als Beyſpiel' anführen, wo in den Marſchgegenden die Wege ihrer Schlechtigkeit wegen auch berühmt genug ſind, und dennoch fährt man dort Laſten, die ſehr beträchtlich ſind, mit zwey Pferden. Wer dies mit angeſehen hat, der wird mir Recht geben, daß dort zwey Pferde, die verhältniß- mäßig größere Laſten ziehen, als hier deren vier, bey weiten. nicht ſo angeſtrengt werden, als es bey unſern vierſpännigen Fuhrwerken der Fall iſt. Liegt dies nun an dem beſſein Bau. der dortigen Wagen? oder an der größern Geſchi>lichfeit des ſinnigern Fuhrmanns- der vorſichtiger zu fahren verſteht? I< weiß es nicht; aber Thatſache iſt dies.

Aber ſchre>licher. noch. als alle die Abſchenlichkei? ten, womit unſere rohen Knechte die Thiere peinigen,