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und beſtimme für jede Klaſſe den zu gebenden Lohn, der möglichſt geringe ſeyn muß, damit, außer meh- rern hiebey zum Grunde liegenden Abſichten, die Herr- ſchaft einem ſich vorzüglich gut verhaltenden Dienſt- boten durch freye Geſchenke Zufriedenheit und Erkenntlichkeit bezeugen könne, Und damit nicht der Geiz mancher Herrſchaft hiedurd) begünſtigt werde" müßte jeder Pächter ſeinem jährlichen Berichte an die Beamten die ausgetheilten Geſchenke nebſt der Schilde- rung der damit begabten Dienſtboten aufügen, Oder, um hiebey noch ſicherer zu gehen, mache man obrig- Feitlich nicht nur für jeden Vachthof und für jede Bauerſtelle, ſondern für jede Herrſchaft ohne Ausnahme nach der Zahl und Art der ndthigen Dienſtleute: einen Anſchlag, etwa unter dem Namen eines Dienſt- geſ<enks, und beſtimme mittelſt ſolh<en An- ſchlags, wieviel von jedem zu dieſen freyen Geſchenken mindeſtens jährlich ſolle angewandt werden, Was den Umſtänden nach von dieſem und jenem hiezu nicht kann gebraucht werden, ſammle die Obrigkeit zu einem Fonds, aus welchem alte, oder ſchwach und kränk- lich gewordene treue Dienſtboten unterſtüßzt werden,== - Hieraus ergiebt es fich von ſelbſt, daß jene jährlichen Anzeigen und Berichte au die Beamten allgemein einem jeden, der Dienſtboten hält, aufgegeben werden müßten, (Der Beſchluß folgt.)


