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Feierabend iſt, im geſtreckten Gallopp von. der Arbeit und quälen die armen Thiere, je elender und kraftloſer fie ſind, nur deſio ärger den ganzen Tag hindurch mit nnbarmherzigen Hieben.. Es ſiehr daher mit der Bez ſtellung der Landwirthſchaft in ſolchen Gegenden äus ßerſt traurig aus, wo der Bauerwirth-ſeinen Pferden nur kurzes Heufutterreicht, und gewöhnlich den Theil Hafer„ welchen er für ſeine Pferde anwenden ſollte, auf die'liederlichſte Art verpräßt, Daher" geht die Sommerſaat- Beſtellung oft traurig von ſtatten, und vachdem die Pferde im friſchem'Graſe einigermaßen ſich erholt haben; tritt, während der Bragel)- und Miſtfuhr-Zeit, wieder die Hilze ein, wo man oft gleich nach 8 Uhr des Morgens bis. kurz vor 6 Uhr des Ybends ohne die grdßte Quälerei mit den Pferden nichts verrichten kann, Dennoch hatte man in Ma- rienhauſen, als die Seuche im Spmmer 1814 dort äusbrach, hierauf nicht geachtet; in dem, um dieſe Jährszeit über 173% Stunden langen Tag, bei den ſchweren Miſtfuhren, nur einmal täglich ausge- ſpanm und den armen Thieren in der Mittagshilze nur 2 bis 3 Stunden Zeit zum Graſen gegeben, die ſie eben- ſo quaalvoll wegen der Verfolgung der Inſekten zus brächten, und in den wenigen Nachtſtunden ermattet darnieder lagen; und für Mattigkeit kein Maul zum Freſſen anſelzten, Dieſes ſo grauſame als unſinnige Verfahren iſt wohl als die Haupturſache anzuſehen, wodurch die Seuche erzeugt ward, indem die Pferde ohnehin ſchon von Millionen Stichen der Bremſen und Fliegen am ganzen Leibe geſchwollen waren,
(Der Beſchluß folgt.)


