8 IEEE= das Mädchen mußte nun davon. des Mörgens uns des Adends jedesmal erwa> Taſſe voll"trinfene (Schaden könnte es ja nicht, da Lichen islandieus und Lichen pulwotarius ſchon oft.bey ſolchen Kranks- heiten angewandt ſind; ich. ließ daher den Gebräuch mit wenigbeginnen.) Nachdem! die eine Bouteille auf dieſe Art ausgebraucht warz- trank ſie von der zweyten, welche ich ihr zuſandte, täglich 3 Täſſen und zwar des Morgens, Mittags und Abendsreine Taſſe voll. Obwohl nun das Mädchen, nächdent es einige Tage dies Decock gebraucht hatte, ſichſehr wohl befand? ſo ſeßte es doch den Gebränch def? ſelben ununterbrochen fort, ja ich erhielt nach Bes endigung der zweyten Bouteille ſchon ein Dankſa- gungs Schreiben von dem Mädchen worin es ver? ſicherte, daß das Befinden ſchon viel beſſer ſey: Nach Beendigung der dritten Bouüteille kam"das Mädchen von Großen Laaſch, wv ſie wohnte; zu Fuß hierher und bat, ich: möchte ihr das Moos kennen lehrenz damit ſie ves ſelbſt pflücken und kochen könne. I< zeigte ihr das nächſte Moos; welches am Playfenzaune des hieſigen Gartens häufig wächſt."Das Mäd<hen hatte ein unbegränz? fes Zütrauen zu dem Mooſe, und wärd mit dem Decoct deſſelben in 6 Wochrn hergeſtellet, ſo daß ſie den ganzen naſſen Sommer hindurch alle Gartein arbeiten verrichten konnte, und nun faſt völlig ge“
Jahrgang
1816
Seite
747
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