= 345=> Pott*) Waſſer und ließ es ſechs Stunden itt einem bedeckten Gefäß kochen, ſeihete dann das Decoct ab und preßte-das Moos ſelbſt. nog aus, goß dann auf-das ausgepreßte Moos noch 27 Pott Waſſer, ſtellte beydesin den Keller und kochte den leß- ten Aufguß, nachdem das erſiere Decoct verbraucht war, noch einige Stunden, und gab auch dies der kranfen Kuh. Er wandte das Mittel nach meiner Borſchrift folgendermaßen an. Er gab der Kuh.in den erſten drey Tagen des Morgens einen hal- ben Pott und des Abends ebenfalls einen halben davon ein. Am dritten. Tage ward die Kuh ſehr krank, welches ich ihm ſchon zuvor geſagt hatte, da es ſich eben ſo in Liefland gezeigt hat== daß das Vieh am dritten Tage ſchlechter wurde.=- Die Zunge des Thiers iſt ſo ſieif geweſen 7 daß es nicht mehr freſſen fonnte. Herr Gilmeiſier ſieckte ihm einige Kohlblätter in den Hals/um es zum Wiederkäuen zu bewegen- und gebrauchte nun um ſo mehr, da er ſah, daß troß der Anwendung man- <es andern Mittels, die Kühe ſeiner Nachbarn eine nach der andern fielen, nichts als dieſes Mittel. Die Kuh-wurde den 5ten und 6ten Tag ſchon etwas "beſſer. Herr Gilmeiſter wandte dies Mittel drey Wochen hindurch an, verbrauchte 6 Pf. Moos
2) Ein Berliner Quart hält zviertel Pott. A; d. N.


