=“08-- Wäldern viele Zitter- Espen wachſett, nimmt man dies Moos nur von dieſen Bäumen. Nach meinen einzelnen Verſuchen hingegen, die ſowohl bey Men- ſchen als Thieren gemacht wurden, way das auf. den andern Bäumen und ant todten Holz wachſende, wenn vielleicht nicht eben ſo wirkſam, doch ebenfalls ſehr wirkſam. Von der Frau Arrendatorin(Päch- terin) Wilhelmine Gern zu Hermanshof in Liefland, welche die Güte hatte, mich auf dies Mittel aufmerkſam zu machen, ward dies erwähnte Moos Centnerweiſe aus den Marienburgi- ſchen Wäldern gehohlet, und bey allem ihrem Franken Vieh bis zur völligen Geneſung, welche während drey Wochen erfolgte, angewendet. Neu- lich erhälte ich einen Brief von der erwähnten, ſo Fenntnißreichen als fleißigen Hauswirthin, worin ſie, - ſo wie auch die Frau von Layming, welche dies Mittel bey ihrem kranken Vieh zu Suslagora im Plesfowſc<hen Gouvernement angewandt, und' alles Vieh gerettet hat, die Wohlthätigkeit dieſes Mittels. beyde aufs neue beſtätigen. Der hieſige Hofglaſer Gilmeiſter, hatte eine Kuh, die mit in die Bauerhütung ging; und ebenfalls mit der Lungenkrankheit befallen ward. Nachdem ſie ſchon 8 Tage ſehr krank war, hörte er von meinem Mittel und fing an es zu gebrauchen. Er nahm auf ein Pfund des erwähnten Mooſes fünf
Jahrgang
1816
Seite
744
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