Jahrgang 
1816
Seite
741
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ſuchte demnach den Hirnſchädel noch einmahl, fand nach angeſtrengter Mühe daß die abgeſchorene Wolle auf der einen Stelle des Kopfes nach gemachtem Druck mit dem Finger platt liegen blieb und ſich nicht wie auf dem übrigen Theil des Kopfes em? porhob, nachdem ich den Finger fortzog. Allein hier war doch feine weiche Stelle zu finden die dem Operiren zur Richtſchnur dienen ſoll? Nach eini- gen gemachten Verſuchen mit dem Aufdrücken des Fingers fand ſich eine gelbliche wäſſerige Feuchtig- keit auf dieſer Stelle ein. Jebt nahm ich den Nagel desFingers,/=- drückte dieſen hart in erwähnte Stelley und'merkte daß das Schaaf durch Zucken fiärkere Schmerzen verrieth, wenn ich mit dem Nagel des Fingers hart eindrückte, Hierauf nahm ich den Trocar, operirte, und brachte eine unbeſchreibliche Menge Waſſer heraus, welches aus der Röhre worin das Stilet bey der Operation ſticht, ſo rein heraus gelaufen war, daß mit der Sauge-Spriße auch nicht die mindeſte Feuchtigkeit mehr heraus zu bringen war. Hierdurch erhielt ich alſo den deut- lichſten Beweis, daß dieſe Wurmblaſe ganz unterm Gehirn gelegen, und nach dem erhaltenen Stich ſo ſehr vom Gehirn zuſammen gepreßt worden war; daß alles Waſſer durch die gemachte Oefnung uy aufhaltſam fließen mußte. Nun ließ ich den Pa- tienten aufſiehen, dieſey. lief ſo friſch wie jedes 8e*