Jahrgang 
1816
Seite
740
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Patienten bey gehöriger Behandlung und Vorſicht Hergeſtellt werden.

Nicht lange nach der Zeit erhielt ich das vierte Drehekranke Schaaf von Hohen-Demzin. An dieſem Thiere war aber auf und an den Seiten des Hirnſchädels kein weicher Fleck zu finden." I< hielt: dies Anfangs für ein Zeichen des geringern Grades der Krankheit, unterſuchte von zwey zu zwey Tagen den Kopf des Thiers aufs neue, fand aber den Schädel unverändert. Dies continuirte ich 16 Tage, allein der Kopf blieb allenthalben gleich hart. Da nun nach der Lehre des Herrn Riem, Patienten der Art unheilbar ſind, ſo glaubte auch ich hiebey nichts weiter thun zu können, wollte alſo die Zeit abwarten, da dies Thier crepiren würde, und wollte meine geringen Kenntniſſe, durch Section des Kopfes noc< etwas bereichern. Allein mein gefaßter Entſchluß fing an zu wanken, als am 18ten Tage das arme Thier unter heftigen - Schmerzen, die es durch Stöhnen und Aechzen merken ließ, nicht ſterben konnte, und ſich ein mit Eiter untermiſchter Blutausfluß aus der Naſe ein- fand; ich glaubte alſo recht zu handeln, dem un- glücklichen Thiere den Reſt des Lebens zu nehmen. Nun war es ja ziemlich einerley ob ich zuvor noc: den Trocar applicirte oder nicht, denn hiedurc< wurden die Schmerzen wenig vermehrt. Ich unter-

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